Montag, 26. September 2016

Blitz-DIY// Masking Tape Magneten ganz leicht selber machen





Seit ich ein Kind habe, mache ich gefühlt 100 Mal so viele Fotos, wie früher. Klar, denn jede Kleinigkeit ist es wert festgehalten zu werden. Jedes Lachen, jede Blödelei, jeder Moment indem er etwas Neues entdeckt, oder zum ersten Mal macht, jeder Zehenspitzen-Tanz, jeder innige Spielmoment, ach einfach alles eben. Natürlich ist der Wunsch das alles zu archivieren groß, denn der Sohnemann ist ja nur so kurze Zeit klein. Also wird munter drauf los geknipst bis die Kamera oder das Handy qualmt. Aber was machen mit all den Fotos? Leider komme ich viel zu selten dazu Alben zu gestalten, dabei blättere ich so gerne darin. Ich bin immer noch dabei sein Ein-Jahres-Album zu gestalten, dabei wird er in wenigen Wochen schon 2. Ups. Na ja, ich werde das schon noch schaffen. Und zwar bevor (!) er zwei wird.


Was ich in letzter Zeit für mich entdeckt habe, sind die vielen Anbieter, bei denen man Fotos im Polaroid-Stil entwickeln lassen kann. Ich finde die machen sofort was her und laden so richtig dazu ein, wenigstens ab und zu mal ein paar Schnappschüße entwickeln zu lassen. So bleibt nicht alles unentdeckt auf den digitalen Untiefen meines Computers liegen. Diese Polaroid-Fotos kann man sich zum Beispiel wunderbar an den Kühlschrank pinnen und von Zeit zu Zeit durch neuere ersetzen. Und damit das ganze am Ende besonders pfiffig aussieht, habe ich diese Magnetstreifen gebastelt. Sie sind super schnell hergestellt und machen echt was her. So wirkt es auf den ersten Blick als hätte ich die Bilder mit Masking Tape einfach an den Kühlschrank geklebt, aber weit gefehlt - das sind Magneten die ihr immer wieder verwenden könnt. Und wie ihr diese Magneten ganz schnell selber machen könnt und das mit nur zwei Zutaten, erkläre ich euch im heutigen Blitz-DIY.


Ihr braucht:

- Magnetband
- Masking Tape

So geht's:

Ich hatte ein sehr breites Magnetband, welches ich erst zuschneiden musst. Es gibt aber auch schmalere Varianten, die machen entsprechend weniger Arbeit und Blitz-DIY zu einem Lichtgeschwindigkeits-DIY. Ich habe mich für eine feste Länge entschieden und Streifen in der Breite des Tapes zurechtgeschnitten. Dann einfach das Tape darauf kleben und die Enden kreativ in Form schneiden, so dass es wirkt als wäre das Tape gerade abgerissen worden. Und schon seid ihr fertig - toll, oder?
Ein Tipp: Klebt das Tape unbedingt so auf, dass es nicht auf die Unterseite überlappt. Die Magnetstreifen haben von Haus aus nicht die größte Magnetkraft und diese würde dadurch nur noch mehr abgeschwächt werden.
Ich habe auf dieselbe Art dann auch noch Kreise und Herzen ausgeschnitten und mit Tape beklebt, aber die Streifen fand ich am schönsten und wollte diese unbedingt mit euch teilen. Ich meine wer hat heutzutage nicht Unmengen an Masking Tape zu Hause, oder? Da darf der Nachschub an kreativen Projekten nicht abreißen.

Habt es schön ihr Lieben!

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Montag, 19. September 2016

Upcycling: Aufbewahrungskisten für's Kinderzimmer


Heute habe ich euch eine kleine, feine Idee mitgebracht, wie ihr blitzschnell hübsche Aufbewahrungskisten für eure Kinder gestalten könnt. Die Idee ist ein wenig von Montessori inspiriert, das Ergebnis sieht super stylish aus und hat zudem noch verschiedenste Vorteile. Aber von Anfang an.

Ich habe ja schon in meinen Glücklichmachern vom Juni/Juli erwähnt, dass ich einige Ansätze von Montessori richtig toll finde. Vor allem der Leitsatz "Hilf mir es selbst zu tun" gefällt mir sehr. Daher habe ich auch schon vor einiger Zeit ein Regal für's Kinderzimmer gekauft, bei welchem Marvin die meisten Spielsachen selbst erreichen kann. Dazu habe ich einige Körbe und Kisten gekauft, in welche er seine Spielsachen ordnen und sortieren kann. So kann er seine Spielsachen dann auch leicht an jeden beliebigen Platz in der Wohnung tragen und dort mit ihnen spielen. Die Autokiste wird zum Beispiel jeden Morgen nach dem Aufwachen ins Bett geholt, ausgekippt und dann wird erst mal ausgiebig mit den Autos gespielt.



Damit er sich beim Aufräumen noch leichter tut, habe ich mir dieses Blitz-DIY ausgedacht. Ich hatte noch einfache Holzkisten aus dem Baumarkt und habe dann jeweils auf die Vorder- und Rückseite, dem Inhalt entsprechende, Silhouletten gemalt. Mit Tafelfarbe! So sieht der kleine Mann auf den ersten Blick welches Spielzeug in welche Kiste kommt. Der Clou mit der Tafelfarbe: er kann je nach Lust und Laune die Objekte zusätzlich noch bemalen. Autos kann er noch mit Fenstern, Türen oder einem Fahrer verzieren, die Bauklötze kann er bunt anmalen oder mit Mustern verzieren.



Bisher habe ich ihm den Trick mit der Kreide noch nicht gezeigt, ich denke damit warte ich noch ein halbes Jahr. Aber das Aufräumen funktionert tatsächlich jetzt schon ganz toll. Ich denke ich werde in Kürze noch eine weiterer Kiste besorgen, unsere Schleichtier-Sammlung wächst nämlich immer weiter, so dass der Korb in dem sie aktuell noch wohnen wohl bald zu klein sein wird. Darauf kommen dann Giraffe, Löwe oder Affen oder von allem etwas.

Ihr braucht:

- einfache Holzkisten
- Tafelfarbe

So geht's:

Macht euch am besten zuerst eine Schablone und schneidet diese aus. Dann übertragt ihr die Form mit Bleistift auf die Kisten und malt dann das ganze mit Tafelfarbe aus. Die Tafelfarbe sollte 24 Stunden trocknen, bevor die Kiste in Einsatz genommen wird.

Wie handhabt ihr das denn bei euch mit dem Aufräumen? Helfen eure Kleinsten auch schon mit?

Habt es schön ihr Lieben!


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Freitag, 9. September 2016

Achtung Suchtgefahr: Ingwer-Minz-Wasser


Ingwerwasser gehört für mich zu den Geheimwaffen der Herbst- und Winterzeit. Ich liebe den Geschmack, die leichte Schärfe und bin überzeugt von der gesunden Wirkung des Ingwers. So manch eine Erkältung konnte ich damit noch tapfer in die Flucht schlagen. Kein Wunder also, dass dieses Getränk bei uns in der kühleren Jahreszeit beinahe täglich auf den Tisch kommt. Zum Frühstück oder abends auf der Couch, diese Köstlichkeit geht eigentlich immer.

Minze liebe ich für seine Frische. Allein der Duft lässt mein Herz höher schlagen. Ich verbinde damit Sommer, Sonne, Exotik und Kühle. Daher verwende ich dieses Kraut auch unheimlich gerne im Sommer, bei heißen Temperaturen. Für Getränke, Desserts und auch herzhafte Gerichte ist Minze oft meine Geheimwaffe.



Ihr ahnt schon was kommt, oder? Denn kürzlich bin ich auf die geniale Idee gekommen, meine Sommer und Winter Lieblinge zu vereinen. Eine Hochzeit der Geschmäcker sozusagen, die einen in die höchsten Sphären der Genüsse schickt. Sommer küsst Herbst, Minze umarmt Ingwer, Wärme trifft auf Kühle, was für ein Traumpaar!

Es ist DAS Heißgetränk für den Übergang der Jahreszeiten, denn es verbindet beide Komponeten auf ganz wundervolle Weise. Frühling und Spätsommer, ihr seid gerettet!



Ihr braucht:
- frischen Ingwer
- frische Minze
- kochendes Wasser
- Honig

Die Zubereitung ist denkbar einfach. Ingwer in Scheiben schneiden und zusammen mit der Minze in ein Glas oder eine Tasse geben. Mit kochendem Wasser aufgießen und mit Honig süßen. Kurz ziehen lassen, umrühren und Hochzeit feiern.
Ich verzichte hier übrigens ganz bewusst auf Mengenangaben. Der persönliche Geschmack steht hier an erster Stelle, ich mag mein Ingwer-Minz-Wasser gerne schärfer, ander mögen es milder. Probiert es einfach aus.

Habt es schön ihr Lieben!

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Montag, 5. September 2016

Quick DIY für Jungs - Tunnel für Matchbox Autos


Mein Sohn ist ein richtiger Junge, so wie er im Buche steht. Alles was Räder hat und sich bewegt, liebt er heiß und innig. Matchbox Autos stehen also hoch im Kurs. Und da so ein Matchbox Auto ein prima Mitbringsel ist, ist es kein Wunder, dass seine Sammlung stetig wächst.

Ich finde es vor allem schön, wie kreativ er damit spielt. Mal werden aus Bausteinen virtuelle Straßen errichtet, mal werden die Autos hintereinander aufgereiht, wie ein gigantischer Stau, oder es liegt ein Auto auf dem Dach und wird mit Hilfe von Polizei, Feuerwehr und Radlader wieder aufgerichtet. Es macht Spaß ihm dabei zuzuschauen und natürlich auch eifrig mitzuspielen.
Um mal etwas Abwechslung ins Spiel zu bringen, gab ich ihm mal eine leere Klopapierrolle als Tunnel und seitdem schreit er sofort Tunnel und Auto, sobald er eine leere Klopapierrolle sieht.



Und da es ihm so viel Freude macht, Autos durch einen virtuellen Tunnel zischen zu lassen, plante ich kürzlich ihm einen riesigen Tunnel zu bauen. Ich ging in den Baumarkt und kaufte ein etwa 1m langes Rohr, welches ich verzieren und dann als Tunnel nutzen wollte. Beim Auto angekommen, in dem mein Mann zusammen mit dem schlafenden Sohnemann gewartet hatte, meinte dieser nach einem ersten kritischen Blick auf meine Errungenschaft: "Ist das nicht ein bisschen schmal?" Ich so: " Ach quatsch, normal nehme ich leere Klopapierrollen und dieses Rohr ist keinesfall schmäler."

Zu Hause machte ich mich direkt ans Werk und sägte eine störende Krümmung an dem einem Ende des Rohres ab. Als ich mich ans Verzieren machen wollte, folgte ich, trotz ursprünglicher Überzeugung über den korrekten Durchmesser meines Rohres, einer spontanen Eingebung und testete vorsichtshalber ob eines der Matchbox Autos auch sicher durchpassen würde. Tat es nicht. Mein Sohn lachte sich kringelig, als ich nach und nach seinen kompletten Fuhrpark testete und jedes Auto, welches nicht durchpasste, mit einem verzweifeltem "Neeeeeiiiiin!" kommentierte. Na wenigstens einer hatte seinen Spaß. Traurige Ausbeute nach der Test-Aktion: drei Autos passten durch, alle anderen nicht. Uff.

Also: back to the roots.


Ich schnappte mir zwei leere Küchenrollen, ummantelte eine komplett mit Duck Tape, das andere schnitt ich in drei unterschiedliche Größen und ummantelte diese ebenfalls mit Duck Tape. Natürlich nicht irgendein Duck Tape. Schwarzes Duck Tape mit Flammen darauf! So ein richtiges Evel Knievel Duck Tape, welches an haarstreubende Stunts denken lässt. Perfekt für Jungs! Im Handumdrehen hatte ich so vier Tunnel vor mir liegen.

Fazit: Das Ganze hat 5 Minuten gedauert (ähm, nicht inbegriffen: die schwachsinnige Aktion zum Baumarkt zu fahren, das falsche Rohr zu kaufen, dieses abzusägen, dutzende Autos zwecks Passform zu testen und das blöde Rohr schließlich in die Ecke zu pfeffern), kostet so gut wie nix und begeistert meinen Sohn über alle Maßen.

So ihr lieben, ich geh dann mal noch eine Runde Autos mit dem Sohneman spielen und überleg mir dann, was um alles in der Welt ich mit diesem verflixten Rohr anfangen soll... Irgendwelche Ideen? Klempnerarbeiten bitte ausgeschlossen ;-).

Habt es schön ihr Lieben!

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Mittwoch, 31. August 2016

Meine Glücklichmacher im August


Hach, lieber August. Du erfüllst mein Herz zeitgleich mit so viel Freude und auch mit ein wenig Wehmut. Bist der Höhepunkt des Sommers, doch gleich nach dir wartet der September, der leise den Herbst einläutet. Ich entdecke immer mehr Herbstboten, wie die Wespen die plötzlich den Zwetschgenkuchen umschwirren, oder die Feigen und Trauben am Obststand und natürlich der blaue Himmel, der plötzlich irgendwie anders blau ist und nicht zuletzt die ersten Blätter, die müde auf den Boden fallen.
Aber was soll's. Der Sommer geht wie jedes Jahr irgendwann eben zu Ende, aber noch ist er da. Also Wehmut, verkrich dich noch ein bisschen, du bist definitiv zu früh! Noch genießen wir den See zum Baden, die Wiesen zum Ball spielen und Seifenblasen jagen, das Eis zum schlecken und das Radler zum Abkühlen. Sommer i mog di.
Und das mochte ich obendrein an diesem August:

♥ Den Instagram Account von Joshua Coombes (@joshuacoombes) und die tolle Idee, die dahinter steht. Der Londoner hat nämlich zusammen mit seinen Freunden Matt Spracklen und Dave Burt das Projekt DoSomethingForNothing ins Leben gerufen und will damit Menschen motivieren anderen zu helfen, egal auf welche Weise. Und so marschiert er durch London, um Obdachlosen die Haare zu schneiden und zu stylen. Was für eine tolle Idee und wertvolle Sache! Ich bin begeistert.

♥ Mein Sohn hat jetzt ein Laufrad. Nicht irgendein Laufrad: Kokua Like A Bike (allerdings in schwarz). Eigentlich sollte er das zu seinem zweiten Geburtstag bekommen, aber sein Papa entschied zusammen mit seinen Freunden (von denen einer in der Radlbranche tätig ist), dass er das Fahrrad lieber jetzt im Urlaub bekommen sollte und vor allem noch während des Sommers. Und so hat sich mein Tempo beim spazieren gehen in null komma nichts von Schneckentempo auf Speedy Gonzales gesteigert. Holla die waldfee, hat der schnell gelernt damit abzudüsen. Mein Kleiner schon sooo groß, kann das sein? Hier findet ihr übrigens ein witziges Werbevideo dazu, ich amüsiere mich jedes mal auf's neue!

♥ Zu meinen absoluten Highlights im August gehörte definitiv der spontane Kurzurlaub nach Italien. Was es damit auf sich hatte, habe ich euch hier berichtet.

♥ Sonne, Sonne, Sonne

♥ Ein Ausflug in den Märchenwald. Dabei handelt es sich um einen Erlebnispark für die Allerkleinsten. Nicht so toll fand ich die Schaukästen mit den Märchen, die fand ich zum Teil etwas gruselig. Aber die Wildsau-Rennbahn, das Fahren mit den Autos und Zügen (beides auf Schienen) und die Rutschen haben uns definitiv Freude gemacht. Marvin war fast nicht mehr aus den Autos zu bekommen. Sohn happy, mission accomblished.

♥ Zwei Filme die ich sehr mochte: Joy und Trumbo . Beide Filme basieren auf wahren Geschichten und ich bin immer wieder fasziniert von der Fülle an unglaublich bewegenden Lebensgeschichten. Wie viele interessante Lebenswege es gab und gibt und wie viele noch kommen werden. Unglaublich. In beiden Filmen stehen unwahrscheinlich kämpferische Hauptdarsteller im Mittelpunkt, wenn auch in ganz unterschiedlichen Bereichen. Träume, Ideen und Ideale werden gegen alle Widrigkeiten verteidigt und so viele Rückschläge weggesteckt, dass ich bei beiden Filmen dachte, wow, ich glaube ich hätte schon 10 Mal aufgegeben. Hut ab, vor diesen außergewöhnlichen Menschen, die in diesen Filmen porträtiert werden.

♥ Dieser Artikel auf Geborgen Wachsen hat mich sehr berührt. Er beschreibt so schön, was in Kindern vorgeht, wenn sie etwas schaffen/machen/sagen möchten, es aber einfach noch nicht klappt.

♥ Unser Besuch im Verkehrsmuseum in München. Für Kinder und Erwachsene toll, allerdings versteht ein knapp zweijähriger Autoliebhaber nicht wirklich, warum man ein Auto nur anschauen sollte.

♥ Die neusten Wortkreationen meines Sohnes: Pepe (Wespe) und Pavian (Parmesan). Herrlich!

♥ Cold Brew Coffee! Normal hinke ich Trends ja immer meilenweit hinterher und entdecke sie erst für mich wenn es schon lang wieder ein alter Hut ist. Diese Neuheit habe ich ausnahmsweise gleich getestet und was soll ich sagen: es schmeckt richtig toll! Man nimmt einfach 200g gemahlenen Kaffee und gießt diesen mit 1 Liter zimmerwarmen Wasser auf, deckt das Ganze ab und lässt es mindestens 12 Stunden bei Raumtemperatur ziehen. Anschließend durch ein Kaffeesieb gießen und die Essenz in den Kühlschrank stellen. Bei Bedarf mit Eiswürfeln, ausreichend (!) kalter Milch und  für Schleckermäuler etwas Vanilleeis servieren. Psst: ich gebe gerne einen Schuss Agavendicksaft dazu - himmlisch!

Und was hat dich so glücklich gemacht?




Mittwoch, 24. August 2016

Über das spontan sein mit Kind






"Na jetzt ist es ja erst mal vorbei mit den Reisen!"
"Mit Kind macht man das nicht mal eben schnell."
"Schade, darauf müsst ihr die nächsten Jahre wohl verzichten."

Kennt ihr solche Floskeln? Mir wurden solche und ähnliche Sätze des öfteren an den Kopf geworfen als ich mit meinem Sohn schwanger war.  Richtig berührt haben sie mich aber eigentlich nie. Tief in mir drinnen fühlte ich einfach immer, dass wir unseren Weg schon gehen würden. Und Reisen waren meinem Mann und mir wichtig und das sollte auch in Zukunft so bleiben. Eine Fernreise haben wir zwar bisher noch nicht gemacht, aber wir waren schon drei mal mit unserem Sohn in Portugal, beim ersten Mal war er gerade ein halbes Jahr alt. Und es geht eben doch alles. Sogar prima! Es verändert sich, ja klar, aber das ist auch gut so. Ich finde, sofern man sich darauf einstellt, dass Urlaube mit Kind eben anders sind, machen sie genauso oder sogar mehr Spaß als zuvor.

Und das man in seiner Urlaubsplanung auch spontan sein kann, haben wir letzte Woche bewiesen.


Freunde von uns sind auf einen Campingplatz nach Italien gefahren und da das Wetter bei uns bescheiden vorher gesagt war, dachten wir es wäre nett spontan mitzufahren und uns dort einen Bungalow zu mieten. Ha, von wegen. Alles restlos ausgebucht. Wir baten darum im Falle einer Stornierung angerufen zu werden allerdings wurden uns keine Hoffnungen darauf gemacht. Am Montag brachten wir unser Auto in die Werkstatt und mein Mann meinte im Scherz: Wetten, dass die gleich danach anrufen?

Sie riefen an. Am nächsten Tag um 13 Uhr. Sie hätten einen Bungalow frei ab sofort bis Samstag. Und wir? Wirbelten los ohne viel darüber nachzudenken. Mechaniker anrufen - Auto fertig? Ja. Perfekt! Auto holen, packen, tanken und um 18.30 Uhr saßen wir dann auch schon im Auto auf dem Weg nach Italien. Unser Sohn war in heller Begeisterung und hielt sich bis 21 Uhr glücklich im Auto wach und kommentierte freudig jeden Tunnel und jedes Auto: "Unnel! Ato!" halte es in regelmäßigen Abständen von der Rücksitzbank. Und wir? Wir tranken Dosenkaffee und Red Bull und fühlten uns wieder wie Anfang 20, als man noch ohne viel zu überlegen für einen Tag an den Gardasee gefahren ist. Es war fast wie eine Zeitreise. Um 0.30 Uhr kamen wir dann glücklich (und etwas müde) an unserem Ziel an.


Ist es verrückt für so kurze Zeit mit einem Kleinkind unter zwei knappe 600 km zu fahren?

Ja, herrlich verrückt und herrlich schön!

Wir waren am Strand und haben Sandburgen gebaut, haben in den Wellen gespielt, Frösche beobachtet, Spachteleis gegessen (mmh), in Strandbars Cappucino getrunken, ganz viel Ball gespielt und uns einfach durch den Tag treiben lassen. Auf einem Campingplatz war ich seit Kindertagen nicht mehr und ich muss zugeben, für Kinder ist es einfach ein Paradies. Spielpartner gibt es an jeder Ecke und ich war fasziniert wie offen Marvin auf alle anderen Kinder zugegangen ist. Ich wünschte mir diese kindliche Unbedarftheit manchmal zurück und wünsche ihm, dass er sie sich noch lange erhält.

Und mit einem Bungalow hatten wir auch genau das richtige Maß an Camping. Ein eigenes Bad mit Dusche, aber morgens Wasser auf dem Gasherd kochen für den Instantkaffee. Für uns eine perfekte Mischung. Denn so richtig Zelten, kann ich mir aktuell irgendwie nicht mehr vorstellen.



Hier noch eine witzige Geschichte: Vor unserem Bungalow fand ich an einem Tag eine Traktorschaufel und freute mich, weil ich dachte, dass Marvin diese von seinem Traktor abgemacht hatte und ich sie wieder gefunden hatte, bevor sie verloren gehen konnte. Weit gefehlt! Offenbar hatten die Vormieter diese verloren und hatten doch tatsächlich exakt den gleichen Traktor dabei wie wir. Was für ein Zufall! Ab jetzt haben wir also eine Ersatzschaufel für den Fall der Fälle!


Auf dem Rückweg legten wir für dann auch noch (wieder spontan) einen Zwischenstop für eine Nacht in einem Hotel in Südtirol ein und gingen abends in unserer Lieblingspizzeria zum Essen. Dort haben wir früher immer auf unseren Motorradtouren gehalten und gegessen, diese Mal waren wir das erste Mal mit Kind da. Ein schönes Gefühl.

Kann man spontan sein mit Kind? Man kann und sollte es sein. Es ist die pure Lebensfreude.

Habt es schön ihr Lieben!

Montag, 15. August 2016

Serviettenklammern aus Eisstielen



Kennt ihr das? Ihr plant ein Projekt, kauft alle benötigten Materialien dafür ein, setzt es um und habt am Ende von allem noch etwas übrig. Mir geht es ständig so und dann bleibt mir nichts anderes übrig als direkt neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Daher präsentiere ich euch mit meinem heutigem Post ein richtiges Reste-DIY. Eisstiele hatte ich noch genügend übrig von meinem Farbenspiel für Kleinkinder und temporäre Tattoos hatte ich auch immer noch vorrätig. Mit diesen zauberte ich bisher schon tätowierte Ostereier und tätowierte Geschenkanghänger. Das ich ein Fan der Zweckentfremdung bin, brauche ich an dieser Stelle wohl nicht mehr zu erwähnen, oder?

So, und mehr als diese beiden Materialien braucht ihr auch nicht, um in windeseile diese hübschen Serviettenklammern zu basteln.

Ihr wollt auch? Nichts wie ran!



Ihr braucht:
- Eisstiele aus Holz
- temporäre Tattoos

So geht's:

Zunächst kocht ihr mindestens 15 Minuten lang die Eisstiele. Kocht auf jeden Fall mehr als benötigt, denn euch werden sicherlich einige bei der Verarbeitung zerbrechen. Anschließend nehmt ihr nach und nach jeweils einen Eisstiel aus dem Kochwasser und biegt diesen (vorsichtig!) zu einem offenen Kreis. Diesen Kreis klemmt ihr dann in ein kleines, rundes Glas, so dass die Biegung aufrecht erhalten bleibt. Der Holzstiel schmiegt sich also von innen an die Rundung. Je kleiner das Glas, desto kleiner der Kreis und desto weniger Öffnung habt ihr. Das ist natürlich das Ziel, denn für Serviettenklammern, sollten die Kreise schon klein sein.
Lasst das Ganz nun für 24 Stunden trocknen.

Nachdem die Holzstiele nun die benötigte Form haben, könnt ihr diese mit den temporären Tattoos aufhübschen. Alternativ könnte man die Serviettenklammern natürlich auch mit Farben verzieren, Masking Tape oder ähnlichem. Oder ihr bohrt kleine Löcher in die Enden und zieht einen dekorativen Faden durch, damit die Klammern ganz geschlossen werden können. Meine Ideen verstehen sich ja immer als Anregung zur Weiterentwicklung.

Ihr wollt immer up to date sein und nichts verpassen? Dann folgt mir doch auf Instagram! Dort gebe ich euch immer wieder kleine Einblicke in unseren Alltag und den ein oder anderen Teaser für kommende Blogpost gibt's obendrein.

Habt es schön und kommt gut in die neue Woche!

P.S.: Die Serviettenklammern findet ihr heute auch beim Creadienstag, bei HOT und bei den Dienstagsdingen