Mittwoch, 24. August 2016

Über das spontan sein mit Kind



"Na jetzt ist es ja erst mal vorbei mit den Reisen!"
"Mit Kind macht man das nicht mal eben schnell."
"Schade, darauf müsst ihr die nächsten Jahre wohl verzichten."

Kennt ihr solche Floskeln? Mir wurden solche und ähnliche Sätze des öfteren an den Kopf geworfen als ich mit meinem Sohn schwanger war.  Richtig berührt haben sie mich aber eigentlich nie. Tief in mir drinnen fühlte ich einfach immer, dass wir unseren Weg schon gehen würden. Und Reisen waren meinem Mann und mir wichtig und das sollte auch in Zukunft so bleiben. Eine Fernreise haben wir zwar bisher noch nicht gemacht, aber wir waren schon drei mal mit unserem Sohn in Portugal, beim ersten Mal war er gerade ein halbes Jahr alt. Und es geht eben doch alles. Sogar prima! Es verändert sich, ja klar, aber das ist auch gut so. Ich finde, sofern man sich darauf einstellt, dass Urlaube mit Kind eben anders sind, machen sie genauso oder sogar mehr Spaß als zuvor.

Und das man in seiner Urlaubsplanung auch spontan sein kann, haben wir letzte Woche bewiesen.


Freunde von uns sind auf einen Campingplatz nach Italien gefahren und da das Wetter bei uns bescheiden vorher gesagt war, dachten wir es wäre nett spontan mitzufahren und uns dort einen Bungalow zu mieten. Ha, von wegen. Alles restlos ausgebucht. Wir baten darum im Falle einer Stornierung angerufen zu werden allerdings wurden uns keine Hoffnungen darauf gemacht. Am Montag brachten wir unser Auto in die Werkstatt und mein Mann meinte im Scherz: Wetten, dass die gleich danach anrufen?

Sie riefen an. Am nächsten Tag um 13 Uhr. Sie hätten einen Bungalow frei ab sofort bis Samstag. Und wir? Wirbelten los ohne viel darüber nachzudenken. Mechaniker anrufen - Auto fertig? Ja. Perfekt! Auto holen, packen, tanken und um 18.30 Uhr saßen wir dann auch schon im Auto auf dem Weg nach Italien. Unser Sohn war in heller Begeisterung und hielt sich bis 21 Uhr glücklich im Auto wach und kommentierte freudig jeden Tunnel und jedes Auto: "Unnel! Ato!" halte es in regelmäßigen Abständen von der Rücksitzbank. Und wir? Wir tranken Dosenkaffee und Red Bull und fühlten uns wieder wie Anfang 20, als man noch ohne viel zu überlegen für einen Tag an den Gardasee gefahren ist. Es war fast wie eine Zeitreise. Um 0.30 Uhr kamen wir dann glücklich (und etwas müde) an unserem Ziel an.


Ist es verrückt für so kurze Zeit mit einem Kleinkind unter zwei knappe 600 km zu fahren?

Ja, herrlich verrückt und herrlich schön!

Wir waren am Strand und haben Sandburgen gebaut, haben in den Wellen gespielt, Frösche beobachtet, Spachteleis gegessen (mmh), in Strandbars Cappucino getrunken, ganz viel Ball gespielt und uns einfach durch den Tag treiben lassen. Auf einem Campingplatz war ich seit Kindertagen nicht mehr und ich muss zugeben, für Kinder ist es einfach ein Paradies. Spielpartner gibt es an jeder Ecke und ich war fasziniert wie offen Marvin auf alle anderen Kinder zugegangen ist. Ich wünschte mir diese kindliche Unbedarftheit manchmal zurück und wünsche ihm, dass er sie sich noch lange erhält.

Und mit einem Bungalow hatten wir auch genau das richtige Maß an Camping. Ein eigenes Bad mit Dusche, aber morgens Wasser auf dem Gasherd kochen für den Instantkaffee. Für uns eine perfekte Mischung. Denn so richtig Zelten, kann ich mir aktuell irgendwie nicht mehr vorstellen.



Hier noch eine witzige Geschichte: Vor unserem Bungalow fand ich an einem Tag eine Traktorschaufel und freute mich, weil ich dachte, dass Marvin diese von seinem Traktor abgemacht hatte und ich sie wieder gefunden hatte, bevor sie verloren gehen konnte. Weit gefehlt! Offenbar hatten die Vormieter diese verloren und hatten doch tatsächlich exakt den gleichen Traktor dabei wie wir. Was für ein Zufall! Ab jetzt haben wir also eine Ersatzschaufel für den Fall der Fälle!


Auf dem Rückweg legten wir für dann auch noch (wieder spontan) einen Zwischenstop für eine Nacht in einem Hotel in Südtirol ein und gingen abends in unserer Lieblingspizzeria zum Essen. Dort haben wir früher immer auf unseren Motorradtouren gehalten und gegessen, diese Mal waren wir das erste Mal mit Kind da. Ein schönes Gefühl.

Kann man spontan sein mit Kind? Man kann und sollte es sein. Es ist die pure Lebensfreude.

Habt es schön ihr Lieben!

Montag, 15. August 2016

Serviettenklammern aus Eisstielen



Kennt ihr das? Ihr plant ein Projekt, kauft alle benötigten Materialien dafür ein, setzt es um und habt am Ende von allem noch etwas übrig. Mir geht es ständig so und dann bleibt mir nichts anderes übrig als direkt neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Daher präsentiere ich euch mit meinem heutigem Post ein richtiges Reste-DIY. Eisstiele hatte ich noch genügend übrig von meinem Farbenspiel für Kleinkinder und temporäre Tattoos hatte ich auch immer noch vorrätig. Mit diesen zauberte ich bisher schon tätowierte Ostereier und tätowierte Geschenkanghänger. Das ich ein Fan der Zweckentfremdung bin, brauche ich an dieser Stelle wohl nicht mehr zu erwähnen, oder?

So, und mehr als diese beiden Materialien braucht ihr auch nicht, um in windeseile diese hübschen Serviettenklammern zu basteln.

Ihr wollt auch? Nichts wie ran!



Ihr braucht:
- Eisstiele aus Holz
- temporäre Tattoos

So geht's:

Zunächst kocht ihr mindestens 15 Minuten lang die Eisstiele. Kocht auf jeden Fall mehr als benötigt, denn euch werden sicherlich einige bei der Verarbeitung zerbrechen. Anschließend nehmt ihr nach und nach jeweils einen Eisstiel aus dem Kochwasser und biegt diesen (vorsichtig!) zu einem offenen Kreis. Diesen Kreis klemmt ihr dann in ein kleines, rundes Glas, so dass die Biegung aufrecht erhalten bleibt. Der Holzstiel schmiegt sich also von innen an die Rundung. Je kleiner das Glas, desto kleiner der Kreis und desto weniger Öffnung habt ihr. Das ist natürlich das Ziel, denn für Serviettenklammern, sollten die Kreise schon klein sein.
Lasst das Ganz nun für 24 Stunden trocknen.

Nachdem die Holzstiele nun die benötigte Form haben, könnt ihr diese mit den temporären Tattoos aufhübschen. Alternativ könnte man die Serviettenklammern natürlich auch mit Farben verzieren, Masking Tape oder ähnlichem. Oder ihr bohrt kleine Löcher in die Enden und zieht einen dekorativen Faden durch, damit die Klammern ganz geschlossen werden können. Meine Ideen verstehen sich ja immer als Anregung zur Weiterentwicklung.

Ihr wollt immer up to date sein und nichts verpassen? Dann folgt mir doch auf Instagram! Dort gebe ich euch immer wieder kleine Einblicke in unseren Alltag und den ein oder anderen Teaser für kommende Blogpost gibt's obendrein.

Habt es schön und kommt gut in die neue Woche!

P.S.: Die Serviettenklammern findet ihr heute auch beim Creadienstag, bei HOT und bei den Dienstagsdingen

Montag, 8. August 2016

DIY Farbenspiel für Kleinkinder


Trommelwirbel bitte ...  ich habe meinen PC wieder. Yuhu! Nach Tagen (ach was sag ich, Wochen!) des Bangens um meine Daten (wenn ich Pech gehabt hätte, wären fast alle Fotos unserer Familie mit einem Schlag weg gewesen), steht mein Baby endlich wieder am heimischen Schreibtisch und glänzt in alter Schönheit und mit allen Daten. Puh. Ich glaube ich bin für alle Zeit geheilt und werde zukünftig in übertriebener Regelmäßigkeit Sicherheitskopien ziehen, um diese dann an den unterschiedlichsten Orten zu deponieren. Spontan fallen mir da ein: Safe, Bankschließfach,  in einer Schatzkiste 10m unter der Erde, in einem Satelliten im All, in einer Bärenhöhle in den Rocky Mountains? Na gut, alles wird nicht möglich sein - aber ich gelobe feierlich: ich. werde. sichern.

Und da ich nun endlich wieder fähig bin hier am Blog etwas zu zeigen, bekommt ihr heute direkt von mir ein hübsches, kleines DIY. Es handelt sich dabei um ein Spiel für Kleinkinder, bei dem sich alles um Farben und die Zuordnung derselbigen dreht. Und weil ich mich so überschwenglich freue, ist es auch noch ein easy-peasy DIY obendrein. Passt doch perfekt in die Ferienzeit, wo man (Hand auf's Herz) immer froh ist um neue Beschäftigungsideen. Ideal, wenn diese auch noch die Entwicklung fördern, oder? Na dann.




 Ihr braucht:

- Tonpapier in 4 Farben (rot, grün, blau, gelb)
- je 4 farbige Gegenstände und das von den oben genannten Farben
- ein Block quadratischen Zeichenkarton (meiner misst 8,9cm x 8,9cm)
- Eisstiele
- Kleber und Schere

So geht's:

Zunächst schneidet ihr mittelgroße Kreise aus dem farbigem Tonpapier aus.

Dann sucht ihr euch im Internet Bilder von farbigen Gegenständen, pro Farbe benötigt ihr 4 Gegenstände. Sie sollten ungefähr diesselbe Größe haben und später gut auf den quadtratsichen Zeichenkarton passen.
Packt diese in ein Word Dokument und druckt dieses immer doppelt (!) aus und schneidet sie aus. Ich habe folgende Gegenstände ausgesucht:
Grün: Blatt, Frosch, Gurke, Wollknäuel
Rot: Rose, Feuerwehrhelm, Apfel, Telefon
Gelb: Sonne, Pullover, Sonnenblume, Auto
Blau: Flasche, BobbyCar, Sneaker, Gießkanne

Jetzt nehmt ihr jeweils 2 Blatt Zeichenkarton und klebt diese zusammen, wobei ihr in der Mitte jeweils ein Eisstiel klebt. Ihr habt am Ende 16 Papier am Stiel. Nun klebt die ausgeschnittenen Gegenstände auf das Papier, wobei vorne und hinten jeweils derselbe Gegenstand sein soll. Ihr könnt natürlich auch nur eine Seite bekleben, aber ich fand es so schöner. Kein kleinkindlicher Frust weil plötzlich der Gegenstand "fehlt". Vorne und hinten ein Bild, so ist das eine saubere Sache.

Und schon kann gespielt werden. Legt die Kreise auf dem Boden und gebt dem Kind jeweils ein Gegenstand am Stiel. Lasst ihm nun diesen Gegenstand auf die zugehörige Farbe legen. Nach und nach werden alle Gegenstände zugeteilt. Bei ganz kleinen Kindern kann es vorteilhaft sein erst mal mit zwei Farben zu beginnen und sich dann zu steigern. Größere Kinder brauchen vielleicht weniger Anleitung, diese können direkt mit allen Gegenständen konfrontiert werden und die sie dann selbstständig zuordnen.

Und wie fand mein kleiner Sohnemann das Spiel? Großartig! Er hat sich gut geschlagen und war auch sehr aufmerksam bei der Sache. Jeder Gegenstand wurde freudig betrachtet und nach reiflicher Überlegung zugeordnet. Bis das blaue Bobbycar kam. Das wollte er dann nämlich unbedingt und sofort in echt vor sich haben und da sich dies nicht realisieren lies, schlug die Freude dann leider in Frust um. Augen auf bei der Wahl der Objekte, dies gebe ich euch somit noch als Tipp auf den Weg.

Ihr wollt immer up to date sein und nichts verpassen? Dann folgt mir doch auf Instagram! Dort gebe ich euch immer wieder kleine Einblicke in unseren Alltag und den ein oder anderen Teaser für kommende Blogpost gibt's obendrein.

Habt es schön!

P.S.: Das Farbenspiel wandert heute mal wieder zum Creadienstag, zu HOT und zu den Dienstagsdingen.

Montag, 1. August 2016

Meine Glücklichmacher im Juni/Juli


Heute gibt es zum ersten Mal einen Doppelmonat bei meinen Glücklichmachern, aber Juni/Juli sind doch eh irgendwie ein super Team, oder? Im Juni hat sich nämlich mein Computer urplötzlich verabschiedet und wandert seitdem von einem Computer-Doc zum nächsten. Ein schwieriger Patient. Daher auch diese extrem ruhige Zeit hier auf dem Blog. Hach, ich hoffe ich habe mein „Baby“ bald wieder, denn die Hummeln werden langsam lästig und ich würde hier gerne endlich mal wieder so richtig durchstarten. Aber jetzt zeige ich euch wenigstens schon mal meine Glücklichmacher der letzten beiden Sommermonate, vielleicht ist ja auch was für euch dabei?

♥ Der Geruch von frisch gemähtem Gras – jedes Mal und immer wieder. Würde man mich nach meinen Top-Five der sommerlichen Gerüche fragen dann wären das wohl:
1. Frisch gemähtes Gras, 2. frisch geschnittene Wassermelone, 3. Sonnenmilch, 4. Eis (jawohl, das riecht), 5. Regen auf heißem Asphalt
♥ Kuchen von der Konditorei Widmann in München-Großhadern. Kennt ihr nicht? Dann solltet ihr da unbedingt mal hin, denn das ist wirklich der ultimative " Kuchen und Torten Himmel"!

 ♥ Dieser Text von Jesper Juul über den Umgang mit Smartphones im Familienalltag hat mich sehr berührt. Ich habe ja schön öfters erwähnt, dass mich die zunehmende Nutzung von Smartphones im Alltag manchmal erschreckt. Jesper Juul bringt diese Thematik (wie ich finde) nun auf den Punkt.

♥ Die Serie Peaky Blinders, die wir kürzlich auf Netflix gestreamt haben. Es handelt sich um eine Dramaserie, die im Birmingham der 20er Jahre spielt und sich um eine Gangsterbande namens Peaky Blinders dreht. Gleich zwei tolle Schauspieler wirken dort mit (Cillian Murphy und Tom Hardy) und zusammen mit der außergewöhnlichen Musikauswahl finde ich ist die Serie wirklich sehr gelungen. In der letzten Folge habe ich dadurch auch noch den wunderbaren Song von Ane Brune "All my tears" entdeckt und könnte ihn seither in einer Tour hören. Was soll ich sagen, ich mag eben melancholische Songs.

♥ Ein wirklich herausragendes (!) Buch, das ich gelesen habe: Vom Ende der Einsamkeit von Benedict Wells. Wow. Einfach Wow. Bitte lesen, lesen, lesen! Es gibt selten Bücher die mir so nahe gehen, das ich irgendwann entscheide, das lese ich jetzt besser nicht im Zug zu Ende sondern lieber daheim, müssen mich ja nicht alle Mitreisenden heulen sehen. Ich will unbedingt noch mehr von dem jungen Autor lesen, der übrigens auch eine richtig interessanten Werdegang hat. Da sieht man mal, was man erreichen kann, wenn man etwas wirklich will.

♥ Ein Satz: Would it help? Gehört im Film Bridge of Spies und es hat sofort Klick gemacht. Es geht um einen vermeintlichen Spion der von Tom Hanks als Anwalt vertreten wird. Als der ihn irgendwann frägt ob er nicht in Panik wäre angesichts seiner misslichen Lage sagt dieser nur: Would it help? Jetzt wenn ich mir Sorgen machen wegen irgendwas oder Angst habe das etwas Bestimmtes passieren könnte sage ich mir auch „Would it help?“ und lasse die Dinge dann doch lieber einfach auf mich zukommen. Es stimmt eben doch: Worrying is like praying for something you don’t want to happen.

♥ Endlich Schwimmen im See – hach tut das immer gut.

♥ Ein wundervoller Instagram Account den ich kürzlich entdeckte: @floretflower. Umwerfend schöne Fotos, beim Betrachten möchte ich immer sofort alles hinschmeißen, nach USA auswandern und eine Blumenfarm eröffnen. Ist wie Urlaub für die Augen –ehrlich wahr.

 ♥ Der Kinofilm Money Monster hat mir sehr gut gefallen. Tolle Schauspieler und eine spannende Geschichte die unterhält und zum Nachdenken anregt.

♥ Eine Blogentdeckung für mich als Mama: Eltern vom Mars. Einen ganzen Abend lang habe ich mich durch das tolle Archiv gegraben. Es handelt sich um einen nach Montessori ausgerichteten Blog, mit vielen tollen Spielideen für kleine Kinder und Tipps wie man sie besser am Alltag teilnehmen lassen kann. Das fördert nämlich nicht nur die Entwicklung, sondern auch das Selbstwertgefühl. Seitdem lasse ich Marvin viel mehr machen und komme von einem Aha-Erlebnis zum nächsten. Er hat zum Beispiel seit einiger Zeit keine Kartoffeln mehr gegessen. Dann habe ich ihn am Wochenende bei der Zubereitung von Rosmarinkartoffeln mit einbezogen und so durfte er die Kartoffeln waschen, den Rosmarin abzupfen, alles pfeffern, das Olivenöl drüber gießen und schließlich alles mit den Händen vermischen. Und was soll ich sagen, er hat fast alles alleine gegessen und wir mussten uns beeilen um überhaupt was abzubekommen. Ich bin begeistert und werde mich jetzt noch mehr in das Thema einlesen.

Das Kochbuch: Shaking Salads. Dort findet sich eine bunte Auswahl an Rezepten für Salate, die abends in ein Glas geschichtet werden, so dass man sie am nächsten Tag bequem mit ins Büro nehmen kann. Dort muss man dann nur noch das Dressing drüber geben, ordentlich schütteln und genießen. Eine wunderbare Möglichkeit mittags im Büro endlich mal wieder gesund zu essen. Die Rezepte sind immer für 2 Personen ausgelegt, was perfekt ist, da ich jeweils ein Glas für meinen Mann und eines für mich zubereiten kann.

♥ Die vielen neuen Wortkreationen die Marvin gerade so hervorbringt: Tato (Auto), Trator (Traktor), Radlda (Radlader), Hase, Ei (wahlweise Ei, Eis, heiß oder Hai), Mi (Milch), Nane (Banane) – hach, so eine schöne Zeit. Also von gelegentlichen Wutausbrüchen, weil wir irgendwas nicht verstehen, mal abgesehen. Ist schon eine faszinierende Zeit diese Sprachentwicklung und überhaupt gerade ein sehr schönes Alter.

♥ Das Label Gretas Schwester. Die illustrierten Emaillebecher stehen jetzt ganz oben auf meiner Wunschliste, ebenso wie das Kleinkindbuch. Aus dem Rassel-Alter ist Marvin leider raus, sonst würde ich sofort die Noah der Wal Rassel für ihn haben wollen.

Und was hat dich so glücklich gemacht?

Montag, 20. Juni 2016

Hipster-Etiketten


Alles fing damit an, dass ich kürzlich Lust hatte einen Schnurrbartstempel zu schnitzen. Als der erste fertig war, fühlte sich der Schnurrbart sich jedoch so einsam, dass ich noch einen schnitzte und noch einen und noch einen... Herausgekommen ist eine regelrechte Schnurrbartparade! Spitz, gekräuselt, gezackt, jegliche Formen sind zu finden. Wer mir auf Instagram folgt, konnte vergangene Woche schon einen Blick darauf werfen.



Dann wollte ich nur mal eben meinen neuen Motivlocher "Tag Maker" ausprobieren und da ich die Stempel ja ohnehin schon geschnitzt hatte, wollte ich jedes Etikett jeweils mit einem Schnurrbart bestempeln. Das sah schon sehr witzig aus und ich war recht zufrieden mit dem Ergebnis. Aber dann fühlten sich die Schnurrbärte wieder einsam und verlangten erneut nach Gesellschaft. Wie soll man da schon nein sagen? Also schnitze ich ihnen noch eine Brille und einen Hut, für geselliges Beisammen sein. Kurze Zeit später lagen dann besagt Hipster-Etiketten vor mir und teilen sich nun eine Schachtel zusammen mit den Single-Schnurrbart-Etiketten.



Das wurde also aus: ich schnitze nur mal kurz einen (!) Schnurrbartstempel. Ich sag's ja, Stempelschnitzen macht süchtig. Widerstand ist zwecklos. In meinem Kopf spucken schon wieder diverse Ideen für neue Stempel, mal sehen was dabei dann am Ende wieder rauskommt.

Habt es schön ihr Lieben!

P.S.: Die Hipster mischen heute übrigens auch den Creadienstag, den Handmade on Tuesday und die Dienstagsdinge auf :-).

Montag, 13. Juni 2016

Augen auf! // Das DIY Kartenspiel für Autofahrten


Während die Kinder bei uns in Bayern noch einige Zeit warten müssen, dürfen sich die Kinder in anderen Bundesländern diesen Monat schon auf den Beginn der Sommerferien freuen. Fahrt ihr dieses Jahr vielleicht in den Ferien weg? Und habt ihr vielleicht ein, zwei, drei, oder mehr Kinder mit an Bord? Dann habe ich heute genau das richtige DIY für euch: ein Kartenspiel für lange Autofahrten! Ich stelle euch heute "Augen auf!" vor.


Kürzlich unterhielt ich mich nämlich mit einer lieben Arbeitskollegin über lange Autofahrten mit Kindern. Wie sehr sich heutzutage alles verändert hat, im Vergleich zu früher. Heute gibt es Kindle, iPhone mit diversen Spiele-Apps, iPad mit Filmen darauf und diverse andere digitale Unterhaltungsmedien. Das ist natürlich sehr praktisch, denn so vergeht die Zeit wie im Flug und wenn man noch für ausreichend Snacks gesorgt hat, dürfte auch die längste Anreise zu bewältigen sein. Auf der anderen Seite ist es aber auch irgendwie schade. Der Blick aus dem Fenster wird zur Seltenheit und die Schönheit der vorbei rasenden Landschaft entgeht dem kindlichem Auge fast gänzlich. Früher musste man noch kreativ sein und daraus entstanden lustige Spiele, an denen sich alle Mitfahrenden beteiligen konnten. Es wurden Spiele gespielt wie Stadt-Land-Fluss, Autokennzeichen-Raten oder "Ich sehe was, was du nichts siehst". Daraufhin erzählte meine Kollegin, sie hätten früher für ihre Kinder Blöcke gehabt auf denen Dinge vermerkt waren, die man auf Reisen so sehen konnte. Immer wenn die Kinder etwas entdeckten, durften sie es abhaken. Fantastisch! Ich habe die Idee daraufhin etwas weiterentwickelt und daraus entstand am Ende dieses Kartenspiel.




Das Prinzip:
Auf jeder Karte befindet sich ein Bild und die zugehörige Beschreibung. Die Karten werden gleichmäßig unter den Mitspielern verteilt. Während der Fahrt wird Ausschau gehalten und immer wenn jemand eines seiner Bilder in der realen Welt entdeckt darf er die Karte ablegen. Derjenige der zuerst alle Karten abgelegt hat, hat gewonnen!

Das Spiel ist sehr schnell gebastelt, ihr braucht nur einen Satz leerer Spielkarten (gibt's online) und Tuschestifte. Malt verschiedenste Dinge auf die Karten und ergänzt die Beschreibung. Auf eine Karte schreibt ihr noch die Spielregeln und schon kann es losgehen. Wer mag, verziert noch die Verpackung der Karten mit Masking Tape oder buntem Papier. Ihr könnt eure Kinder die Bilder im Anschluss auch noch ausmalen lassen, oder ihr bindet sie direkt in den ganzen Entstehungsprozess mit ein und lasst sie die Karten selbst gestalten? Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Hier noch einige Beispiele, was auf meinen Karten so zu finden ist:
Krankenwagen, Bus, Lastwagen, Auto, Cabrio, Ampel, Hund, Pferd, Kuh, Huhn, Hut, Gehstock, Wolke, Herz, Brille, Kopfhörer, Kinderwagen, Luftballon, Heißluftballon, Flugzeug, Dreieck, die Zahlen 9 und 5, Hubschrauber, Baum, Handy, Vogel, etc.
Die Möglichkeiten sind natürlich grenzenlos. Ich finde spannend wird es vor allem, wenn man auch abstrakte Dinge wie ein Dreieck, einen Kreis oder eine Zahl verwendet. Diese Dinge finden sich dann vielleicht auf einem Nummernschild, einer Werbetafel, einem Buchcover oder einer Lastwagenplane.



Und (psst) wer im Zeichnen nicht so gut ist und trotzdem erkennbare Bilder haben möchte, kann auch ganz leicht Bilder auf Butterbrotpapier abpausen, das Ganze dann auf eine leere Karte legen, mit Druck nochmal nachzeichnen und schon befinden sich die Linien wie durch Zauberhand als Vertiefung auf den Karten. Nun nur noch die Vertiefungen nachmalen und ihr habt perfekte Ergebnisse. Auch ich habe mir so übrigens bei dem ein oder anderen Bild nachgeholfen :-).

Auch wenn Marvin für dieses Spiel aktuell noch zu klein ist, freue ich mich schon darauf eines Tages eine Runde Augen auf! mit ihm zu spielen. Und vielleicht heißt es ja auch bei eurer nächsten Autofahrt: Augen auf! - ich würde mich freuen.

Habt es schön!

P.S.: Das Spiel spaziert heute auch zum Creadienstag, Handmade on Tuesday und zu den Dienstagsdingen.

Montag, 6. Juni 2016

Verpackungsliebe # 9 // Gutschein kreativ verpacken


Meine Schwiegermutter fragte mich kürzlich ob ich nicht vielleicht eine Idee hätte, für eine kreative Gutscheinsverpackung. Sie wollte einer lieben Freundin einen Ausflug auf die Roseninseln im Starnberger See schenken, inklusive Anreise mit dem Boot. Die Vorgaben waren also: Boot, Insel, Rosen. Und hatte ich eine Idee? Na klar doch. Die Insel habe ich zwar nicht untergebracht, aber der Rest ist vertreten.

Rausgekommen ist jedenfalls eine gefüllte, transparente Kugel, die wirklich edel daher kommt und ganz unkompliziert zu machen ist.

Da man diese Art der Gutscheinsverpackung auf so ungefähr alles anwenden kann, was man sich nur vorstellen kann, dachte ich mir ich teile meine Idee mal mit euch. Vielleicht inspiriert sie ja jemanden?






Eine Anleitung spare ich mir in diesem Fall, da sie ja für jeden Anlass individuell gefüllt werden kann. Den Hohlkörper (transparente Acrylkugel) habe ich übrigens im Idee und Creativ in München gekauft, man bekommt diese Dinger aber auch online ganz leicht. Und zwar in allen Größen und Formen. In meinem Fall habe ich mit Heißkleber Kunstrosen reingeklebt und ein kleines Segelboot reingehangen (ich wollte das es schön schwingt). Anschließend habe ich den Gutscheintext mit einem Labelmaker geschrieben und das Label zum Schluss auf die Kugel geklebt. Noch ein Band zum Aufhängen daran befestigt und fertig war das gute Stück.

Wenn man die Kugel übrigens irgendwo hinlegen möchte, empfiehlt es sich ein kleines Gummiband dabei zu haben, das als unsichtbarer Sockel dient.


Habt eine schöne Woche ihr Lieben!

P.S.: Der Gutschein kugelt heute auch zum Creadienstag und auf die nette Einladung hin auch zur Linkparty "Happy Hochzeit" von der lieben Rosy und ihrem wunderbaren Blog Love Decorations!