Freitag, 15. September 2017

Liebesbrief einer Mutter an die Bücherei




Liebe Bücherei,

ich glaube ich sage es dir viel zu selten: du bist einfach wunderbar!

Gerade in Zeiten von Smartphones, Tablets, eBook-Readern, Audible und was es nicht noch alles in unserer digitalisierten Welt gibt, bist du mein Fels in der Brandung. Bereits wenn ich langsamen Schrittes die Treppen hoch zu deiner großen, hölzernen Eingangstür gehe, entspannt sich in mir alles. Drinnen diese altbekannte, wohlige Ruhe, die man einfach mögen muss. Denn für mich hat sie nichts zu tun mit Strenge oder gar einer böse drein blickenden Bibliothekarin mit herunter gezogener Brille, nein, sie hat etwas mit Ehrfurcht und Konzentration zu tun, mit Vorfreude und ganz, ganz, viel Bücherliebe. Hach diese Ruhe.

Ja, manchmal gehe ich fremd. Ich gebe zu, auch ich habe ein eBook-Reader und manchmal ein schlechtes Gewissen deswegen. Sehr nachhaltig ist es ja nicht. Aber meine Vorliebe für die ganz dicken Schmöker, haben mich damals doch dazu veranlasst ein wenig mit der neuen Zeit zu gehen. Denn meine Handtaschen drohten allesamt unter dem Schwergewicht dieser Bücher zu bersten und auch die Handgepäckbestimmungen mancher Fluglinien bewegten mich zu diesem Schritt. Wie sollte ich so viele Bücher in so einen kleinen Koffer bekommen?! Nun teile ich meine Bücherliebe eben zwischen euch beiden auf, manchmal lese ich digital, manchmal (und lieber) lese ich gedruckt.
Aber psst -  die ganz große Liebe bist und bleibst du.

Ich bin schon immer gerne zu dir gekommen. Auch einige ganz wunderbare Kindheitserinnerungen sind fest mit dir verknüpft und wenn ich die Augen schließe sehe ich die Bücherei, aus dem Dorf in dem ich aufgewachsen bin, genau vor meinem inneren Auge. Meine Mutter ist viel mit uns zu dir gegangen und stets haben wir ganz herrliche Bücher gefunden. Zum vorgelesen bekommen, zum selber lesen, zum anschauen, zum staunen, zum freuen, zum Welt entdecken. Lesen ist wie Reisen im Kopf - und was für wunderbare Reisen du mir beschert hast!


Ich bin unheimlich glücklich, das es dich hier gibt und ich dich nun, da ich Mutter bin, auch mit meinem Sohn regelmäßig besuchen darf. Du schenkst uns eine Vielfalt an Büchern, die ich ihm sonst im Traum nicht bieten könnte. Echte Bücher, aus echtem Papier, mit wunderbaren Texten und zauberhaften Illustrationen. Du hältst uns eine Abwechslung bereit, die mich vor Freude glucksen lässt. So manchen schlimmen Regentag, hast du uns erheitert. Bist gleichzeitig Ausflugsziel und Schaffer wunderbarer Erinnerungen. Mit dir reisen wir um die Welt, entdecken Tiere mit den lustigsten Tiernamen (erst kürzlich: Kakapo), lachen uns kringelig über deine lustigsten Bücher, suchen in Wimmelbildern um die Wette und lernen jeden Tag etwas neues dazu. Gerade in der Trotzphase, bist du ein Ort, an dem ausdrücklich jedes Kinderbuch mitgenommen werden darf. Und obendrein, lernen Kinder durch dich zu teilen und zu leihen, und das man gerade dann achtsam mit den Dingen umgehen muss. Weißt du, das ich beinahe jeden Abend ein Buch von dir in der Hand halte und es meinem Sohn vor dem Zubettgehen vorlese? Aus unserem Alltag, bist du gar nicht mehr wegzudenken.

Du bist einfach einer der schönsten und buntesten Orte die ich kenne!

Erst kürzlich habe ich mir gedacht, eigentlich ist ein Jahresbeitrag für dich, doch das ideale Geschenk zu einer Erstgeburt. Denn was kann schöner und sinnvoller sein, als die vielen, wunderbaren gemeinsamen Stunden, die du einer Mutter und ihrem Kind schenken kannst. Ich finde in einer erfüllten Kindheit, darfst du einfach nicht fehlen.

Ein dickes, fettes Dankeschön, das es dich gibt und du unseren Alltag auf wunderbare Weise bereicherst.

Liebste Grüße von mir und bis ganz bald wieder!


Freitag, 8. September 2017

Sechs schöne Bastelideen für Kinder ab 2 Jahren


Ich trotze jetzt allen Widrigkeiten und erstelle jetzt trotzdem einen Blogpost. Auch wenn mein Computer nach wie vor defekt ist (und noch kein neuer in Sicht), auch wenn ich daher meine Bilder nicht zu 100% perfekt bearbeiten kann und auch wenn es so alles etwas komplizierter und schwieriger ist. Denn ich habe einfach Lust drauf, euch mal wieder ein paar Inspirationen zu liefern. Denn es naht ein, mal wieder, verregnetes Wochenende und was kann es da schöneres geben, als sich zu Hause ein zu mümmeln und mit den Kleinen  etwas zu basteln. Wir haben in letzter Zeit einiges zusammen gebastelt und hatten so viel Spaß dabei. Daher dachte ich mir, ich teile heute mal sechs Bastelideen mit euch. Vielleicht ist ja auch was für euch dabei?

Bitte beachtet: Bei meinen Basteleien sind auch Kleinteile dabei. Kinder unter 3 Jahren sollten daher wegen Verschluckungsgefahr während des Bastelns immer beaufsichtigt werden!
Dann mal los:


Kakteen:



Diese Bastelei hat uns sehr viel Freude bereitet und sie ist auch noch ein richtig toller Hingucker im Wohnzimmer oder Kinderzimmer und dabei garantiert pflegeleicht.

Ihr braucht:
- Tontöpfe in verschiedenen Grössen
- stabiles Tonpapier in verschiedenen Grüntönen (ich habe Blanko-Karten verwendet)
- Kies
- Zahnstocher
- weißer Stift


So geht's:
Stellt den Kleinen direkt mal eine Schüssel mit Kies und einem Löffel auf ein Tablett und lasst sie munter drauf loslöffeln. Meiner hatte einen Riesenspaß dabei! Hin und her schütten erlaubt und erwünscht! Währenddessen könnt ihr in Ruhe Kakteen ausschneiden.
Anschließend dürfen die Kinder mit dem weißen Stift Punkte (Stacheln) auf einen der Kakteen tupfen. Ab in den Kies damit und schon ist der erste Kaktus fertig! Beim zweiten habe ich die Spitzen einiger Zahnstocher abgezwickt und mit einer Nadel in das Tonpapier einige Löcher gepikst. In diese Löcher dürfen dann die Kinder die Spitzen der Zahnstocher schieben und heraus kommt ein echt stacheliger Kaktus! Ab in den Tontopf damit! Den letzten Kaktus habe ich noch mit Linien versehen und fertig war die wunderbare Bastelei!


Aquarium to go:





Ihr braucht:
- eine leere große Plastikflasche
- Lebensmittelfarbe (blau)
- Babyöl
- kleine Meerestiere (ich habe diese von Toob verwendet)


So geht:s:
Füllt die Flasche zu 1/3 mit Wasser. Ich habe das Wasser vorher abgemessen und dann in ein Kännchen geschüttet. Anschließend durfte dann mein Kleiner das Wasser eigenständig in die Flasche schütten. Ich versuche ihn immer so viel wie möglich selbst machen zu lassen, dass fördert das Selbstbewusstsein und die Freude hinterher ist doppelt so groß. Anschließend können die Kinder die Objekte in die Flasche geben, Fische, Taucher, Muscheln, alles ist erlaubt, alles kann. Nun macht ihr 1- 2 Tropfen Lebensmittelfarbe in das Wasser. Jetzt nur noch mit Babyöl auffülle (auch hier können  die Kleinen kräftig mithelfen) und die Flasche fest zuschrauben und am besten noch mit Klebeband sichern.
Jetzt kann geschüttelt werden! So schön dabei zuzuschauen, wie die Fische nach unten schwimmen. Tipp: Nach einiger Zeit kann man das Aquarium natürlich auch wieder ausleeren und die Fische für ein anderes Spiel oder eine andere Bastelei verwenden.


Huhn:




Ihr braucht:
- braunes Tonpapier
- Federn
- Kleber
-Wackelauge


So geht's:
Eigentlich selbst erklärend, aber was soll's. Huhn ausscheiden und dem Kind geben. Dieses darf anschließend das Huhn mit den Federn bekleben. Nun noch ein Wackelauge drauf und fertig ist diese hübsche, rasche Bastelei.


Erstes "Nähen":




Diese Aktivität fand meiner besonders spannend, vermutlich weil es mal etwas ganz neues war. Eigentlich hatte ich es mir nur mit Garn überlegt, aber er wollte spontan noch Knöpfe dazu nähen und ich fand es ganz wunderbar, wie er meine Idee spontan weiterentwickelt hat.


Ihr braucht:
- stabile Pappe
- Garn
- stumpfe Nadel
- eventuell Knöpfe oder Perlen


So geht's:
Zeichnet einfach Formen auf ein Stück Pappe (Herz, Kreis, Würfel). Anschließend stecht ihr mit einer spitzen Nadel Löcher auf die Linien und vergrößert die Löcher mit einem Zahnstocher.
Jetzt ein Stück Garn an die Nadel knoten und auch an der Pappe festknoten. Jetzt dürfen die Kinder mit der Nadel wild durch die Löcher tauchen und ihr ganz persönliches Kunstwerk erstellen.
Wichtig: Niemals unbeaufsichtigt lassen! Ich habe ein sehr achtsames und vorsichtiges Kind, daher war der Umgang mit der Nadel kein Problem. Wem das jedoch zu unsicher ist, der kann auch die Löcher noch größer machen und zum Beispiel einen Schürsenkel als Nadel und Faden verwenden.


Maritimes Mobile:




Ihr braucht:
- stabile Pappe
- bunter Strohalm
- blaues Krepppapier
- Wackelaugen
- Garn
- Acryl-Farben


So geht's:
Schneidet aus der Pappe maritime Figuren aus, z.B.: Qualle, Fisch, Seepferdechen. Nun dürfen die Kinder mit Pinsel und Farbe die Figuren bemalen. Nach der Trockenzeit Wackelaugen auf die Tiere kleben. Jetzt mit dem Garn am Strohhalm aufhängen. Aus dem Kreppapier streifen schneiden (auch hier können die Kinder wieder toll helfen und den Umgang mit der Schere üben) und ebenfalls am Strohhalm befestigen.
Tipp: Diese Bastelei kann man wegen der Trockenzeit wunderbar auf zwei Tage aufteilen.


Segelboote (und ein kleines Spiel dazu):




Ihr braucht:
- Korken
- Moosgummie
- Masking Tape
- Schaschlikspieße
- Gummiebänder (dick)
- Heißklebepistole (alternativ oder ergänzend)


So geht's:
Die Kinder dürfen sich drei passende Korke aussuchen. Ich habe diese (für doppelten Halt) zunächst mit Heißkleber zusammen geklebt, anschließend hat mein Kleiner mit meiner Hilfe die Gummibänder übergezogen. Es funktioniert bestimmt auch ohne den Heißkleber, aber ich wollte maximale Stabilität, damit die Boote auch wilde Spielereien aushalten. Jetzt dürfen sich die Kinder eine Farbe für das Segel aussuchen. Die Eltern schneiden Segel aus und piksen einen (entsprechend gekürzten) Schaschlikspieß als Mast in die Korken und machen das Segel darauf. Nun noch mit Masking Tape eine Fahne an die Spitze- fertig ist das Segelboot!


Wir hatten einen wunderbaren Nachmittag damit. Ich habe in eine Strandmuschel etwas Wasser gefüllt und gemeinsam haben wir die Boote zu Wasser gelassen. Dann holte ich noch Strohhalme dazu und gemeinsam haben wir um die Wetter gepustet und so die Boote über das Wasser flitzen lassen - was für ein Spaß!!


Habt es schön ihr Lieben!

Freitag, 1. September 2017

Meine Glücklichmacher im August




Im August hatte ich lange frei, war aber leider auch mal wieder lange krank. Das hat die freien Tage leider etwas getrübt, aber im großen und ganzen habe ich die Zeit dennoch genießen können. Die Kita hatte zu und wir haben extra viel Raum für die Familie gehabt. Lange ausschlafen, dann noch ausgiebig im Bett kuscheln um dann gut erholt gemeinsam in den Tag zu starten. Da die Wetteraussichten zunächst nicht besonders erfreulich aussahen, haben wir ganz spontan doch noch Flugtickets nach Portugal gekauft und waren daher sogar noch eine Woche an der Algarve. Bei absolut traumhaften Wetter! Jetzt hat für meinen Mann schon wieder der Arbeitsalltag begonnen, während ich mit Marvin noch im Ferienmodus bin. Nächste Woche hat uns dann alle der Alltag wieder und ein wenig wehmütig bin ich bei dem Gedanken schon irgendwie. Also am besten die Augen auf die glücklichen Momente richten, oder? Hier sind meine Glücklichmacher des vergangenen Monats:

♥ Ferien! Wie gesagt leider mit Erkältung, aber immerhin keine Arbeit und dafür mit ganz viel Familie!

♥ Einige Netflix-Produktionen, die mir sehr viel Spaß beim Schauen gemacht haben: Sand Castle und auch The Siege of Jadotville. Und für Kinder auf Netflix entdeckt und wirklich begeister davon: Oona und Baba (Puffin Rock)

♥ Der Limetten-Ingwer Green Tea von Cupper - so köstlich!

♥ Das super nette Kinderbuch Wolle und Butz - mit Sack und Pack ins Abenteuer. Wir haben gerade so viel Spaß beim Lesen dieses Buches. Und es gibt sogar einen zweiten Teil - ich glaube der darf bald bei uns im Kinderzimmer einziehen.

♥ Mit Marvin irgendwohin fliegen. Ganz ehrlich, dieser Junge ist für's Reisen geboren. Ich bin immer wieder ganz baff, wie toll er das macht. Erst Auto fahren, dann fliegen, dann wieder Auto fahren und er ist die ganze Zeit super gut gelaunt. Spielt für sich mit seinen Autos, flirtet mit den Stewardessen und ist immer fröhlich. Eine Wonne!


♥ Diese Lieder sind so schön, das ich sie gerade rauf und runter höre: The Game von Sean Rowe und Gold & Glitter von Rebecca Ferguson. Ja, nichts neues, aber wenn mir ein Lied gefällt, egal ob alt oder neu, schließe ich es einfach ins Herz und höre es erst mal in Endlosschleife.


♥ Der große Strauß Rosen, den ich mir selbst geschenkt habe. Einfach so. Ich rieche jeden Tag daran und erfreue mich immer wieder auf's Neue daran. Es braucht manchmal so wenig.


♥ Die vielen Entwicklungsschritte von ihm. Und immer wieder staunen, wie viel Großes in diesem Kleinen steckt. Die Windel ist weg und der Schnuller auch. Aus heiterem Himmel, stand er eines morgens auf und verkündete: "Ab jetzt brauche ich keinen Schnuller mehr". Und tatsächlich hat er nie wieder danach gefragt. Ich meine, jetzt mal ehrlich, wie oft würde ich mir diese Entschlossenheit wünschen.


♥ Vor ein paar Tagen spontan bei uns im Ort in ein Straßencafé gesetzt und gefrühstückt. In der warmen Morgensonne, nur der kleine Mann und ich. So wunderbar, warum habe ich das eigentlich nicht schon öfters gemacht?


♥ Sommerkleider. Wer weiß wie oft ich noch eines tragen kann bevor der Herbst kommt.


♥ In Österreich mit der Gondel auf den Berg fahren und von dort aus den Gleitschirmfliegern beim Starten zu schauen - herrlich!


♥ Diese eine Nacht, nur für mich, mal wieder ganz alleine in der Wohnung. Tat einfach auch mal gut.


♥ Campari Orange mit frisch gepressten Orangensaft in der Abendsonne genießen. Mit der beste Sundowner und gehört zu Sonne und Urlaub einfach dazu.


♥ Diese sommerliche Quiche, die ihr Versprochen wirklich gehalten hat: die GANZE Familie war begeistert davon. Also Gemüserezepte, die auch beim Kind gut ankommen, kann ich ja gar nicht genug entdecken. Ich habe sie übrigens mit Strudelteig gemacht, da ich keinen Quicheteig bekommen habe. War doppelt gut, da der Boden dadurch hauchdünn war.
Und was hat euch so glücklich gemacht? Habt es schön ihr Lieben!