Dienstag, 20. Februar 2018

DIY Zahlenspiel für Kleinkinder - Jonglierende Robben


So langsam aber sicher, interessiert sich mein Kleiner immer mehr für Zahlen. Es ist sehr niedlich, wie er immer häufiger seine kleinen Finger mühevoll in der richtigen Konstellation hoch hält, um mir dann erklärend mitzuteilen, er möchte doch bitte noch so viele Gummibärchen, oder so viele Gute-Nacht-Bussis (das ist einfach, beide Hände hoch - 10 Bussis müssen schon sein ;-)), oder so viele Minuten spielen. Viele Kinder können früh die Zahlen von 1-10 oder 1-15 aufzählen, doch ebenso viele haben im Grunde gar kein Verständnis von diesen Zahlen. Es ist wie ein Gedicht, das auswendig gelernt wurde. Um ihm also eine genauere Vorstellung von diesen ersten Zahlen zu machen, wollte ich ihm etwas in die Hand geben.



Es gibt viele Zahlenpuzzles und Zahlenspiele auf dem Markt und kurz hatte ich überlegt, ob ich ihm dieses entzückende Duo-Puzzle von Djeco besorgen sollte, um seinen neue Leidenschaft zu fördern. Sind die Illustrationen nicht einfach herrlich? Aber dann dachte ich mir, wieso eigentlich nicht selbst etwas basteln? Und da der junge Mann kürzlich an einem Papa-Sohn-Nachmittag, das erste mal im Zirkus war, kam ich auf die Idee zu meinem heutigem DIY. Robben, die Bälle jonglieren. Und das Ganz ist noch dazu in null Komma nichts fertig gestellt. Wollt ihr auch? Dann mal los!


Ihr braucht:

- graues kräftiges Tonpapier
- Druckvorlagen Robbe (oder selber malen)
- Drucker
- Zahlensticker aus Filz (z.B.: hier)
- bunte PomPom Bälle (z.B. hier)
- schwarzer Wedding

So geht's:

Ich habe es mir sehr einfach gemacht und einfach diese, kostenlose Druckvorlage (ist eigentlich ein Ausmalbild für Kinder), 11x auf dem Tonpapier ausgedruckt. Ich habe für die "Null" helleres Tonpapier genommen, aber um ehrlich zu sein nur, weil ich mich beim Kauf verzählt habe (ups). Aber ich finde es macht sich sogar ganz gut, dass die "Null" vom Rest etwas abweicht. Also um das noch mal klar zu stellen, war natürlich doch volle Absicht (never apologize- haha!).

Anschließend die Robben ausschneiden und mit den Filzzahlen bekleben. Wenn ihr Filzzahlen nehmt, hat das übrigens den Vorteil, dass die Kinder die Zahlen mit den Fingern nachfahren und somit auch "erfühlen" können.

Ich habe anschließend noch auf der Rückseite der Robben mit einem Edding schwarze Punkte, entsprechend der Zahl auf der Vorderseite gemalt. Das soll zur Selbstkontrolle dienen.

Und schon kann es los gehen! Je nachdem wie geübt euer Kind/Enkel/Neffe/Patenkind/etc. schon im Zählen ist, könnt ihr auch erstmal den Zahlenraum von 1-5 anbieten.

Habt es schön ihr Lieben!


P.S.: Verlinkt mit Creadienstag.

Donnerstag, 1. Februar 2018

Meine Glücklichmacher im Dezember 17 / Januar 18



Mal wieder ein Doppelmonat bei den Glücklichmachern. Anfang Januar war ich noch völlig beseelt im Weihnachtsurlaubmodus, dass ich einfach keinen Raum zum bloggen fand. Um so schöner, jetzt nochmal die glücklichen Momente Revue passieren zu lassen.

Was mich also die vergangenen beiden Monate so glücklich gemacht habe, erfahrt ihr heute von mir. Vielleicht ist ja auch wieder was für euch dabei?

 Der Weihnachtszauber. Jetzt mal ehrlich, mit Kind ist Weihnachten wie eine gigantische Zauberblase voll mit magischen Momenten. So viel geballte Vorfreude, da kann man nicht anders, als sich mit zu freuen. Und dann dieses Kribbeln an Heiligabend - hach, es war einfach wunderbar.

♥ Die morgendliche Freude über seine Pinguine. Jeden. einzelnen. Tag.

♥ Butterbrotpapiersterne. Endlich habe ich sie ausprobiert und wisst ihr was? Sie hängen immer noch, weil ich sie einfach zu hübsch finde, wie sie da federleicht von unsere Decke baumeln. Ein bisschen dürfen sie daher noch bleiben.

♥ Der kleine Mann hat zu Weihnachten diese Ritterburg von uns bekommen, zusammen mit einigen Schleich Rittern (zum Beispiel diesen hier). Seither herrscht hier das Ritterfieber und es vergeht kein Tag, an dem er nicht mit großen Augen zu uns kommt und bittet: "Spielst du mit mir Ritter?". Dann wird die Burg angegriffen, gemeinsam ausgeritten, Drachen bekämpft, der König bestaunt, gemeinsam Ritterfeste gefeiert, und vieles mehr. Mit ihm gemeinsam in diese bunten Spielewelten abzutauchen ist einfach wunderbar und etwas ganz besonderes. Ich stelle immer wieder fest, wie sehr ich diese Momente zu schätzen weiß, da mir durchaus bewusst ist, wie schnell Kinder groß werden. Daher versuche ich im Moment zu leben und ganz in ihm aufzugehen.

♥ Kürzlich als Schnäppchen zum Streamen auf Amazon Prime entdeckt: Saving Mr. Banks. Ein ganz zauberhafter Film, der die Geschichte hinter Walt Disneys Verfilmung des Kinderbuch Klassikers Mary Poppins und dessen Autorin P.L. Travers erzählt. Mir bescherte er einen sehr gemütlichen Fernsehabend.

♥ Einfach genial: Emma's Book - das muss ich mir unbedingt für später merken. Die Kunstwerke der Kinder als Buch! Was für eine wunderbare Idee, um sich die Bilder für später zu bewahren. Psst, übrigens auch eine tolle Idee, so ein Buch als Weihnachtsgeschenk für die Großeltern zu machen.

♥ Jetzt mal ehrlich, manchmal sind die Januartage so grau, das ein wenig Farbe ganz gut tut. Kürzlich entdeckte ich diese geniale Seite mit Ausmalbildern für Kinder zum Ausdrucken. Hat uns einen besonders grauen Tag gerettet, in dem wir ihn uns einfach bunt gemalt haben. Er Dinosaurier, ich Kolibris.

♥ Mein Mann hat zu Weihnachten einen Volltreffer gelandet, als er mir dieses himmlische Gesichtspeeling geschenkt hat. Dieser Duft ist so unglaublich gut, es macht mich schon glücklich, nur den Deckel abzuschrauben und daran zu riechen. Das Peeling (das man übrigens auch als Maske verwenden kann) tut meiner Haut wahnsinnig gut und macht sie zart und geschmeidig. Genau das Richtige für diese kalte Jahreszeit.

♥ Eine neue Serie, die mich im Sturm erobert hat: This is us. Weil sie mich so weich macht. Weich und grübelig. Und weil grübelig manchmal gut ist. Beinahe jede Folge bringt mich zum Weinen, mal weil es so unendlich traurig ist, mal weil es so unendlich schön und berührend ist. Ich bin wirklich restlos begeistert und kann diese Serie nur jedem ans Herz legen. Die ersten zwei Folgen empfand ich noch als etwas schwierig, doch dann hatte sie mich sofort in ihrem Bann. Als Tipp sei noch erwähnt, das die Sprachmelodie im englischen Original ganz wunderbar ist und sehr gut verständlich. Für alle die, die der englischen Sprache auch so zugeneigt sind wie ich es bin. Oh, und erwähnte ich den Soundtrack? Ein Traum! Ein Beispiel: Blues Run the Game von Jackson C. Frank. Wenn das nicht direkt ins Herz geht, weiß ich es auch nicht.

  Gemütlich Kuschel-Januar-Sonntage. Weil, statt sich ständig über das Grau zu beschweren (ok, mache ich zwar auch hin und wieder), kann man es auch als Anlass für besonders gemütliche Nachmittage zu Hause nehmen, ohne dieses schlechte Gewissen, draußen etwas verpassen zu können.

♥ Ein paar wunderbare Kinderbücher, die ich in der letzten Zeit entdeckt habe und die uns so viele wunderbare Lesestunden auf dem Sofa beschert haben:
Amigos - Freunde für immer von Walk ein herrliches Buch über ein spontanes Treffen von einem blinden Hund und einer lahmen Katze, aus dem eine tiefe Freundschaft wird.
Abrakazebra von Helen Docherty erzählt von dem kleinen Örtchen Nichtviellos, dem plötzliche neues Leben eingehaucht wird, als ein Zebra dort auftaucht und jeden Abend eine bunte Zauberschau veranstaltet. Natürlich sind nicht alle gleich mit dem Neuzugang zufrieden, aber am Ende wird alles gut. Das Buch erzählt die Geschichte in wunderbaren Reimen und Bildern.
Beste Freunde von Linda Sarah und Benji Davies ist ein tolles Buch über Freundschaft von dem wunderbaren Illustrator von Nick und der Wal.

♥ Wir haben gerade einen richtigen Dinosaurierfan zu Hause, daher war unser Besuch im Paläontologischem Museum in München ein echter Hit. Wenn ihr mal in München seit, dieses Museum hat nur jeden ersten Sonntag im Monat offen, der Eintritt ist dann aber sogar frei. Es wimmelte nur so von kleinen Dinofans, ein herrliches buntes Treiben mit vielen großen Kinderaugen. Ein gelungener Familienausflug, der uns allen sehr viel Freude machte.

♥ Dieses Jahr fiel mein Geburtstag genau auf unseren jährlichen Firmenausflug. Erst war ich etwas enttäuscht, den Tag nicht mit meinen Lieben verbringen zu können, doch ich muss sagen, der Ausflug war wirklich schön. Abends hatten wir eine interessante Nachtwächterführung in Berchtesgaden und ein nettes Abendessen im Kreis der Kollegen. Und am nächsten Morgen machten wir eine Schifffahrt auf dem Königssee, während es draußen sanft schneite und der Schnee die Landschaft so mystisch und märchenhaft umhüllte, das es einfach nur wunderschön war. Schon immer wollte ich mal an den Königssee fahren, also hat sich somit sogar ein Wunsch an meinem Geburtstag erfüllt.

♥ Und sind wir schon beim Wünsche erfüllen,  eine Schneeschuhwanderung steht schon ewig auf meiner Bucket List. Letztes Wochenende war es dann endlich soweit. Im wunderschönen, verschneiten Österreich. Auch wenn der Begriff "Wanderung" etwas übertrieben ist, denn wenn man noch einen Dreijährigen mit einem Schlitten ziehen muss, sind weite Wege auf diese Art doch etwas schwer umsetzbar. Es war trotzdem wunderschön und hat uns allen richtig Spaß gemacht.

 Zwei Kinobesuche: Star Wars: The Last Jedi war unterhaltsam und kurzweilig, auch wenn ich nach wie vor finde, dass die ursprünglichen Filme unerreicht bleiben. Downsizing hat mir persönlich nicht so gut gefallen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, man hätte mehr draus machen können. Aber egal, Kinobesuche (egal ob Top oder Flop) machen mich persönlich ja immer glücklich und haben daher  einen festen Platz in meinen Glücklichmachern verdient. Denn allein das Einsinken in die Kinosessel löst bei mir bereits ein Glücksgefühl aus.

♥ Das fünfte Mal Tante zu werden.

♥ Der Lachmoment des Monats: Als ich mit meinem Dreijährigem im Supermarkt stand und er unbedingt die Erdbeeren haben wollte, die er im Kühlregal entdeckt hatte. "Nein", sagte ich, "die schmecken noch nicht." "Doch, tun sie wohl!", meinte er. "Nein", erwiderte ich, "die sind noch total sauer und schmecken wie Pappe!". "Sauer macht lustig, ich mag sauer!"konterte er. Irgendwann gab ich auf und packte sie ein. Zu Hause wollte er natürlich sofort probieren und widerwillig probierte auch ich. Sie schmeckten himmlisch. Himmlisch! "Na gut", gab ich zu, " du hast tatsächlich Recht gehabt, die sind wirklich gut." Daraufhin er so locker-flockig: "Tja Mama, weißt du, wir Kleinen wissen es eben besser als ihr Großen." No further words needed.

Und was hat euch so glücklich gemacht?

Habt es schön ihr Lieben!



Mittwoch, 17. Januar 2018

Quick DIY - Die rollende Bibliothek


Hallo ihr Lieben! Mein erster Post dieses Jahr, somit darf ich euch auch noch ein frohes neues Jahr wünschen, auch wenn es schon Mitte Januar ist. Ich hoffe ihr hattet auch so einen gemütlichen Übergang ins neue Jahr, wie ich es hatte. Mir hat die kleine Winterpause mehr als gut getan und ich habe die exklusive Zeit mit meinen Lieben einfach nur sehr, sehr genossen.

Heute habe ich ein kleines, feines Projekt für euch, welches ich noch im vergangenen Jahr fertig gestellt habe und welches mir sehr am Herzen liegt.  Eine rollende Bibliothek für Kinder!
Denn während ich vieles an Spielzeug für ersetzbar halte, so bin ich absolut überzeugt von der enormen Wichtigkeit von Kinderbüchern in der Kindheit. Ja, ich finde sie geradezu essentiell. Wo sonst können Kinder die Welt in all ihren Facetten entdecken, Fantasie entwickeln, sich von Geschichten und Bildern bezaubern lassen, spielerisch etwas über die Geschichte erfahren, sich an Farben, Formen, Reimen und vielem mehr erfreuen. Die Vorteile von Kinderbüchern sind für mich unendlich. Sie bringen Spaß, sie lehren unwahrscheinlich viel, sie sprechen verschiedenste soziale Themen in kindgerechter Sprache an, sie bezaubern, schaffen Gesprächsthemen und beim miteinander lesen, bescheren sie einem viel, wertvolle, gemeinsame Eltern-Kind-Zeit.


Nicht umsonst sind wir Stammgast in unserer örtlichen Bücherei, wie ich euch hier auf dem Blog schon einmal erzählte. Kinderbücher gibt es bei mir auch nicht nur zu Ostern, Weihnachten und Geburtstag, sondern gerne auch zwischendurch, wenn ich eines entdecke, welches ich für besonders schön halte oder welches ein Thema behandelt, welches gerade wichtig für meinen Sohn zu sein scheint.

Und neben einer guten (und gerne wachsenden) Auswahl an Kinderbüchern, finde ich die Präsentation sehr wichtig. Die Bücher sollen für das Kind gut erreichbar sein, optisch ansprechend dargestellt sein und gerne an verschiedenen Ecken des zu Hauses zu finden sein. Ich habe bereits drei dieser Ikea Gewürzregale im Kinderzimmer an der Wand befestigt, wo sich einige Bücher befinden. Der Vorteil dieser Bücherregal-Variante ist, dass das Cover sofort ersichtlich ist. Der Nachteil ist, allzu viele Bücher, passen dort nicht rein. Und da unser Bücherbestand stetig wächst, wünschte ich mir noch eine Alternative zum "klassischem" Regal. Und so entstand die Rollenende Bibliothek! Der Gedanke dahinter ist einfach. Die Bücher sind gut erreichbar, die Cover ebenfalls gut sichtbar und man kann sie überall hinschieben, wo auch immer sie gerade benötigt werden.


Falls ihr auch so eine rollende Bibliothek für eure Kleinen haben möchtet, die Herstellung ist denkbar einfach!

Ihr braucht:

- eine stabile Kiste aus Holz
- 4 Rollen und passende Schrauben
- evtl. 8 dünne Quadrate Sperrholz und Holzleim
- je nach Geschmack Holzfarbe, Sticker oder Tattoos zum Aufhübschen der Bibliothek Ich hatte noch Wandsticker aus dem Kinderzimmer übrig und habe diese verwendet (gibt es z.B. hier)


So geht's:

Wenn ihr eine Holzkiste mit dickem Boden gefunden habt, prima: einfach Rollen dran schrauben und fertig.

Wenn ihr wie wir eine Holzkiste mit nicht allzudickem Boden gefunden habt, sollte ihr die Stellen, an denen ihr die Rollen befestigen möchtet mit den Sperrholzplatten verstärken. Diese einfach von beiden Seiten mit Holzleim festkleben und nach dem Trocknen die Rollen anbringen.

Jetzt noch nach eigenem Gusto verzieren und mit Büchern füllen.

Und falls ihr zufällig gerade ein ganz besonders schönes Kinderbuch entdeckt habt, ich freue mich immer wieder über Tipps!

Habt es schön ihr Lieben!