Freitag, 13. April 2018

Müsli inspired by Orphée


Am letzten Wochenende sind wir spontan nach Regensburg gefahren und haben dort eine Nacht in einem wunderschönen Hotel übernachtet, dem Hotel Orphée Ich vertrete ja die Meinung, man sollte viel öfter mal aus seiner Komfortzone ausbrechen und mal was ganz anderes machen. Statt also das Wochenende im gewohnten Trott vorüber ziehen zu lassen, zum Beispiel einfach mal eine Stadt besuchen, in der man zuvor noch nicht gewesen ist und sich dann dort einfach treiben lassen. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber für mich sind solche Momente Seelenfutter und ich weiß sie sehr zu schätzen.


Nach der Nacht in dem besagten, wirklich ganz zauberhaften Hotel, gab es morgens Frühstück in dem entzückendem, zugehörigen Restaurant. Es bezeichnet sich selbst als "das originalste Bistro östlich des Rheins" und es stimmt. Wenn man sich der Stimmung und dem Ambiente nur einen winzigen Augenblick hingibt, dann fühlt es sich fast so an, als säße man in einem Bistro in der Pariser Innenstadt. Herrlich. Wir bestellten unser Frühstück, denn im Orphée gibt es kein Buffet, man bestellt à la carte. Allein das fand ich schon herrlich und so viel gemütlicher. Serviert wurde uns Frittata, feinste Konfitüre, Butter, Rührei mit Frischkäse, knuspriges Baguette, eine schöne Auswahl an Schinken und Käse und (Trommelwirbel bitte) das außergewöhnlichste und köstlichste Müsli, welches ich seit langem gegessen habe. Leider bekam ich nicht wirklich viel davon ab, denn mein Sohn entdeckte kurz nach mir die Köstlichkeit und futterte das Müsli mal eben restlos auf. Gerade noch einen Löffel konnte ich für meinen Mann ergattern, damit auch er dieses kulinarische Highlight kosten konnte.

Natürlich machte ich mich, kaum zu Hause angekommen, daran dieses Müsli nachzukochen. Das Ergebnis möchte ich euch nicht vorenthalten und kann euch nur ans Herz legen, probiert es alsbald aus. Ihr werdet es lieben! Da die heimischen Erdbeeren noch nicht sehr viel Sonne abbekommen haben, hielt ich mich an tiefgefrorene Erdbeeren. Sobald ich mir die Beeren erntefrisch vom Feld holen kann, werde ich es sicher auch nochmal mit frischen versuchen.


Müsli inspired by Orphée

Ihr braucht pro Person:

- 50g feine Haferflocken
- 200g Erdbeeren (tiefgefroren oder frisch)
- 1/2 Apfel
- Agavensirup
- Spritzer frischen Limettensaft
- eine Prise gemahlene Vanille
- Yoghurt und Mandelblättchen zum Servieren

So geht's:

Wenn ihr gefrorene Erdbeeren verwendet, lasst diese auftauen. Anschließend im Mixer pürieren. Wir haben einen Hochleistsungsmixer, das ist für dieses Rezept ganz wunderbar, denn von Kernen ist später nichts mehr zu schmecken, die Sämigkeit ist einfach unschlagbar!

Vermischt ca. 150g der pürierten Erdbeeren mit den Haferflocken, der Vanille und dem Limettensaft. Jetzt lasst das ganze im Kühlschrank für mindestens 1-2 Stunden (besser über Nacht) ziehen.

Später (oder am nächsten Morgen) den Apfel grob reiben und anschließend mit dem Messer noch etwas feiner hacken. Wenn ihr den Apfel fein reibt wird er zu matschig. Nun nur noch den Apfel unter die Haferflocken mischen und das traumhafte Müsli ist fertig. Im Orphée wurde das ganze auf zwei Schalen serviert, eine Schale Müsli, eine Schale Yoghurt. Ich finde es noch schöner, wenn man das Müsli in die Schale füllt, einen großzügigen Klecks Yoghurt darauf gibt und anschließend noch mit dem restlichen Erdbeerpüree garniert. Ein paar Mandelblättchen machen den Mülitraum perfekt.

Ist die Farbe nicht der Hammer? Ich glaube das wird mein Lieblingsfrühstück in diesem Frühling. Frisch, beerig, cremig, köstlich. Probiert es aus!

Habt es schön ihr Lieben!

P.S.: Dieses Müsli ist die pure Freude, daher auch ab damit zum Freutag.

Freitag, 6. April 2018

Meine Glücklichmacher im März 18


Herrlich, so langsam kann man den Frühling richtig spüren und genießen. Die ersten Male auf dem Spielplatz buddeln (ohne Jacke!), das erste Eis in der Eisdiele schlemmen, dem lauten Zwitschern der Vögel lauschen, die Frühjahrsblüher bewundern und beobachten wie sich langsam aber sicher auch das Bojenfeld in unserer Bucht wieder füllt. Wie wunderbar!

Der März war leider noch ein richtiger Wintermonat, in dem mich auch noch die Grippe so richtig niedergestreckt hat. Aber auch in solchen Monaten finde ich sie, diese kleinen, feinen Momente, die mich glücklich machen. Daher gibt es heute wieder traditionell für euch meine Glücklichmacher aus dem vergangenen Monat:

♥ Die Grippe zu haben ist richtig mies. Mit Kleinkind ist es doppelt mies. Mit Kleinkind Grippe haben, wenn alle sonst so lieben Helfer gerade im Urlaub sind ist ober-super-mies. Aber es ist alles machbar, wenn man einen Helden-Mann zu Hause hat. Der den Alltag trotzdem wuppt, jeden Tag früher aus der Arbeit kommt und den kleinen Mann aus der Kita holt, mit ihm raus geht und draußen beschäftigt, damit ich zu Hause die maximale Erholung haben kann.

♥ Dieser Moment wo ich im Bett lag, das höchste Fieber seit Jahren und Kopfschmerzen zum aus der Haut fahren und dann mein kleiner Sohn langsam zu mir tappst, mir ganz sanft über die Wange streichelt und zum Papa flüstert: "Streicheln hilft, weißt du Papa?". Es ist Liebe und zwar die ganz große.

♥ Und dann der Tipp einer meiner treuen Leserinnen, doch mal die Serie Life in Pieces zu versuchen, die sei auch sehr lustig. Uli, ich kann nur sagen- 1000 Dank für diesen Tipp! Was habe ich gelacht. Und er kam genau im richtigen Moment, diese Serie hat meine Grippewoche erträglicher gemacht. Lachen ist eben doch eine Wunderwaffe!

♥ Unser Papp-Hase, nach einer Idee von Was für mich. Macht mir tatsächlich täglich gute Laune.

♥ Tulpen auf dem Tisch, selbst geschenkt, als mal wieder alles schief lief und ich so dringend eine Aufheiterung nötig hatte.

♥ Kamut Nudeln - kennt ihr die? So, so gut! Soul Food vom feinsten. Bringt mein Mann traditionell immer von seinem Ski-Wochenende aus Italien mit und ich freue mich so, dass unsere Vorrat nun wieder aufgestockt ist.

♥ Spontan auf ein Konzert von Quadro Nuevo gehen, weil die Freundin noch eine Karte übrig hat, auch wenn man zuvor noch nie Musik von der Gruppe gehört hat. Für mich mal eine ganz neue Erfahrung, da ich mit dieser Art von Musik bisher noch nie in Berührung gekommen bin.

♥ Die vielen Meilensteine, die mein Kleiner im letzten Monat vollzogen hat. Wie immer mit einem weinenden Auge (hach geht das alles schnell) und einem lachenden Auge (wie schön das er schon so viel neues entdecken kann):
Das erste Mal (und erstaunlich gut) mit einem richtigen Fahrrad mit Pedalen fahren.
Auch Nachts keine Windel mehr zu brauchen. Passenderweise übrigens genau zwei Tage nachdem wir nochmal eine Großpackung Windeln gekauft hatten, ja das Leben hat eben Humor. Aber er wollte sie nicht mehr und das haben wir akzeptiert.
Nach der Kita zusammen mit einem Freund und dessen Mutter nach Hause gehen und dort später von uns abgeholt werden. Bisher war ich bei Spielverabredungen noch dabei und plötzlich geht das auch ohne Mama.

♥ Das Theaterstück Arsen und Spitzenhäubchen, bei dem mein lieber Bruder Regie geführt hat. Was für ein lustiges Stück und ein herrlicher Abend. Solltet ihr in der Nähe von Augsburg wohnen, ein paar Termine gibt es noch.

♥ Der erste Nachmittag auf dem Balkon mit ganz viel Sonne auf der Nasenspitze.

♥ Diese Bilder machen mir wirklich Fernweh. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass ich ganz schwer mit dem Buch Hit the Road liebäugele, immerhin stammen diese Bilder von dort.

♥ Ich habe gebucht!! Im Sommer flieg ich alleine mit meinem Kleinen nach Norwegen und freue mich so, so sehr auf diese Reise. Endlich mal wieder etwas neues entdecken und erkunden. Ich brauche dringend ein kleines Abenteuer, im sonst so gleichen Alltag. Jetzt studiere ich beinahe täglich Landkarten und überlege mir Routen, die ich entdecken möchte. Und stets dabei, dieses aufgeregte Kribbeln im Bauch, die Vorfreude, ich habe sie so vermisst. In mir schlummert einfach eine kleine Weltenbummlerin, im Sommer darf sie endlich mal wieder ein paar Tage ans Freie.

Habt es schön ihr Lieben!